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Antrag der FDP-Ratsfraktion im AGS: Runder Tisch zur ambulanten ärztlichen Versorgung in Düsseldorf

Antrag im Ausschuss für Gesundheit und Soziales am 08. September 2026

Antrag:

Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales beauftragt die Verwaltung, kurzfristig einen Runden Tisch zur ambulanten Ärztlichen Versorgung in Düsseldorf einzurichten.
Eingeladen werden sollen hierzu die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, die Ärztekammer Nordrhein, Vertreterinnen und Vertreter der niedergelassenen Ärzteschaft, der örtlichen Krankenhäuser und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) sowie weitere relevante Akteure des Düsseldorfer Gesundheitswesens.
Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales sowie die Gesundheitskonferenz sind fortlaufend über die Arbeitsergebnisse zu informieren.

Begründung:

Die Auswirkungen praxisspezifischer Schließungen zeigen sich dramatisch. Wie zuletzt Medienberichten zu entnehmen war, steht nach der abrupten Aufgabe einer gynäkologischen Praxis im Medical Center an der Luise-Rainer-Straße eine schlagartige Hürde für eine medizinische Versorgung von rund 2.000 Patientinnen im Raum.
Ein solcher Wegfall lässt sich nicht mal eben durch umliegende Praxen auffangen. Gerade in der Frauenheilkunde geht es jedoch um sensible Versorgungsbereiche. Bleibt die Praxissuche ohne Erfolg, droht der Ausfall essenzieller Vorsorge- und Früherkennungstermine. Papier ist hierbei oft geduldig - eine nach reinen Kennzahlen nominell abgedeckte Versorgungsquote garantiert keineswegs, dass Betroffene vor Ort auch tatsächlich zeitnah als Neupatientinnen angenommen werden.
Vor diesem Hintergrund muss der vorgeschlagene Runde Tisch als Frühwarnsystem dienen. Ziel ist es, Nachfolgeprobleme und drohende Engpässe rechtzeitig aufzuspüren, den realen Patientenzugang kritisch zu bewerten und die Vernetzung der Akteure zu stärken.
Für die FDP-Ratsfraktion bleibt die ärztliche Selbstverwaltung dabei ein zentrales Prinzip. Es geht explizit nicht darum, kommunale Zuständigkeiten auszuweiten, sondern um einen praxisnahen Austausch auf Augenhöhe. Wir müssen Versorgungslücken im Stadtgebiet antizipieren, bevor sie bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen.