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Anfrage der FDP-Ratsfraktion im Ausschuss für Digitalisierung, Personal und Organisation: Realer Zustand der Digitalisierung – Umsetzung der Digitalstrategie in der Stadtverwaltung

Anfrage im Ausschuss für Digitalisierung, Personal und Organisation am 3. September 2026

Anfrage:

1.    Welche Folgen für den Wirtschafts- und Wohnungsbaustandort Düsseldorf erwartet die Verwaltung, wenn das Bauaufsichtsamt aufgrund der zweijährigen Einführungsphase einer neuen Software erst Ende 2028 über ein zeitgemäßes System verfügt?
2.    Welche spezifischen Dienste von Microsoft 365 sind aktuell für die Mitarbeitenden der Verwaltung aufgrund der laufenden Datenschutz-Folgenabschätzung gesperrt und wann ist mit einer uneingeschränkten Nutzbarkeit dieser Werkzeuge zu rechnen?
3.    Wie begründet die Stadtspitze die Priorisierung der Prozessoptimierung durch die Plattform „ServiceNow“, bei der im Jahr 2026 lediglich drei interne Arbeitsabläufe wie der digitale Urlaubsantrag pilotiert werden?

Begründung:

Die Modernisierung der Stadtverwaltung ist ein zentraler Faktor für die Leistungsfähigkeit der kommunalen Infrastruktur. Die schriftliche Antwort der Fachverwaltung im Ausschuss für Digitalisierung, Personal und Organisation auf die Anfrage ADIG/030/2026 legt jedoch signifikante Verzögerungen bei strategischen Projekten offen.


Am Beispiel des Bauaufsichtsamtes wird deutlich, dass die bestehende Fachsoftware eine durchgängige digitale Vorgangsbearbeitung nur noch eingeschränkt erfüllt. Die Einführung einer neuen Softwarelösung wird nach dem für das vierte Quartal 2026 geplanten Vergabeverfahren voraussichtlich weitere zwei Jahre beanspruchen. Ein vollständig einsatzbereites System ist somit erst für Ende 2028 absehbar.
Beim Rollout von Microsoft 365 steht fest, dass bis Ende Oktober 2026 lediglich die Standardanwendungen Word, Excel und PowerPoint eingeführt werden. Kollaborative Werkzeuge wie Teams oder SharePoint sind durch parallele Datenschutz-Folgenabschätzungen in ihrer Nutzung verzögert.
Bei der Prozessoptimierung über die Plattform „ServiceNow“ werden im gesamten Jahr 2026 lediglich drei interne Pilotprozesse umgesetzt. Für das politische Gremium des Rates ist eine transparente Bilanzierung dieser Fristen notwendig.