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Kultur und Bildung

Lebensqualität weitergestalten

Kulturmarketing

Professionelles Kulturmarketing soll nachhaltig verstärkt werden. Düsseldorf soll sich bundesweit und international als Kulturmetropole mit herausragenden Einrichtungen und Veranstaltungen profilieren. Hierzu gehört eine stetige Kampagne, die die Museumslandschaft, das Schauspielhaus, die Deutsche Oper am Rhein und die Freie Szene umfasst. Die Wirksamkeit der Kampagne muss laufend evaluiert werden.

Freie Szene

Die freie Kulturszene ist ein kreativer Motor unserer Stadt – vielfältig, experimentierfreudig und nah an den Menschen. Wir setzen uns dafür ein, ihre Arbeit langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. Dazu braucht es verlässliche Förderstrukturen, transparente Verfahren und mehr Freiheit für künstlerische Entfaltung. Räume für Kunst und Kultur wollen wir erhalten, erschließen und besser zugänglich machen – auch jenseits der etablierten Institutionen. Die Stadt soll eine verlässliche Partnerin und Möglichmacherin sein: unbürokratisch, offen für neue Ideen und mit einem klaren Bekenntnis zur kulturellen Vielfalt als Teil städtischer Lebensqualität.

Theater und Kleinkunstbühnen

Wir setzen uns für die Wiedereröffnung eines Theaters an der Münsterstraße ein, um das kulturelle Angebot zu erweitern.

Deutsches Fotoinstitut

Das geplante Deutsche Fotoinstitut ist ein bedeutendes kulturelles Leuchtturmprojekt mit bundesweiter Strahlkraft, das Düsseldorf als Standort der Kreativ- und Kulturszene nachhaltig stärken kann. Um die Gründung und den Aufbau zügig und effizient voranzubringen, sollen sämtliche strategischen, politischen und operativen Möglichkeiten ausgeschöpft werden – mit dem Ziel, beste Rahmenbedingungen für kulturelle Exzellenz zu schaffen.

Bildung

Bildung ist die Grundlage für ein freies und selbstbestimmtes Leben sowie für persönlichen und wirtschaftlichen Erfolg. Daher setzen wir uns für eine zukunftsweisende, chancengerechte und hochwertige Bildungspolitik in Düsseldorf ein. Wir betrachten Bildung als lebenslangen Prozess und Schlüssel zu einer starken und freien Gesellschaft. Mit modernen Schulen, individueller Förderung, starker Sozialarbeit und der Verbindung von Schule und Beruf sollen Kinder und Jugendliche bestmöglich auf die Zukunft vorbereitet werden.

Kindergärten und Kleinkindbetreuung

Die frühzeitige Förderung von Kompetenzen wie Sprache, Sozialverhalten und Kreativität legt den Grundstein für ein erfolgreiches Leben. Der gleiche Zugang zu frühkindlicher Bildung muss für alle Kinder sichergestellt werden, um Chancengerechtigkeit zu gewährleisten. Außerdem unterstützen wir Bildungsprogramme, die die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung der Kinder fördern.
Wir wollen Eltern in die Lage versetzen, aktiv an der Gestaltung der Bildungs- und Betreuungsentscheidungen für ihre Kinder teilzunehmen, um die Bedürfnisse und Wünsche der Familien zu berücksichtigen. Hierzu fordern wir die Schaffung eines Elternbeirates in jeder Betreuungseinrichtung.
Wir setzen uns für flexible Kita-Modelle, alternative Betreuungsformen, individuell anpassbare Betreuungsdienste und innovative Modelle wie etwa 24-Stunden-Kitas ein. Flexibilität und ein ausgewogener Angebotsmix aus verschiedenen, gleichwertig zu betrachtenden Betreuungsformen sichern qualitativ hochwertige Betreuung und sind ein wichtiger Bestandteil für die Entwicklung unserer Kinder.
Wir unterstützen die vermehrte Gründung von Betriebskindergärten und -kindertagesstätten und privatwirtschaftlichen Kinderbetreuungseinrichtungen. Für Unternehmen sind sie ein entscheidender Wettbewerbsvorteil bei der Akquisition qualifizierter Arbeitskräfte. Wir wollen nicht nur dafür sorgen, dass bei Neubaugebieten nur die Deckung des Betreuungsbedarfs in den städtebaulichen Verträgen verbindlich festgeschrieben wird, sondern auch dafür, dass sich vermehrt alternative Betreuungsangebote, wie private Betreuungseinrichtungen, in Wohngebieten ansiedeln können. Wir wollen es erleichtern, dass auch Räume im Erdgeschoss eine Genehmigung zur Kinderbetreuung erhalten und ungenutzte Büroflächen für Betreuungseinrichtungen genutzt werden.
Wir streben an, die Verfügbarkeit von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren (U3) und über drei Jahren (Ü3) weiter zu verbessern. Eine ausreichende Betreuungsinfrastruktur ist entscheidend, um Eltern die Wahl und Flexibilität bei der Kinderbetreuung zu ermöglichen. Wir erkennen den bestehenden Fachkräftemangel in den Kitas an und setzen uns für bessere Arbeitsbedingungen und angemessene Vergütungen für das pädagogische Personal ein.
Präventive Maßnahmen sind entscheidend, um Probleme frühzeitig zu erkennen und Familien in Krisensituationen zu unterstützen. Wir setzen nach wie vor auf einen Elternbesuchsdienst, um Eltern bei der Bewältigung von Herausforderungen zu beraten. Die Prävention von Kindesvernachlässigung und Missbrauch hat höchste Priorität, um das Wohl der Kinder zu gewährleisten.
Wir erkennen den bestehenden Fachkräftemangel in den Kitas an und setzen uns für bessere Arbeitsbedingungen und angemessene Vergütungen für das pädagogische Personal ein.

Lebenslanges Lernen

Lebenslanges Lernen ist essenziell in einer sich wandelnden Arbeitswelt. Ziel ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern Zugang zu Weiterbildungsangeboten wie Volkshochschulen, privaten Bildungsträgern und digitalen Plattformen zu ermöglichen. Dies gilt auch für den zweiten Bildungsweg. Bildungssysteme und Weiterbildungsangebote sollen stärker auf die Bedürfnisse des heutigen Arbeitsmarktes abgestimmt werden. Investitionen in Schulen, Berufskollegs, Berufsschulen und Weiterbildungseinrichtungen sollen fortgesetzt werden, um die Qualifikation für den Fachkräftemarkt zu sichern. Wir plädieren dafür, bestehende, aber derzeit nicht genutzte Schulstandorte am Fürstenwall oder in der Bastionstraße zu ertüchtigen. Die durch die Schließung des Riehl-Kollegs gerissene Lücke im Düsseldorfer Bildungsangebot soll so schnell geschlossen werden.

Die moderne Bibliothek

Die moderne und digitale Zentralbibliothek am Hauptbahnhof ist ein Meilenstein im Bereich Bildung und Stadtmodernisierung, den wir Freie Demokraten mit Herzblut und Engagement vorangetrieben haben. Diese Bibliothek avanciert zu einem zentralen Ort der Begegnung und Vernetzung in unserer Stadt. Die dort erlebbare digitale Technik ist ein Leuchtturm der Bildung und wird zukünftig die Generierung von neuen Ideen durch fortgebildete Bürgerinnen und Bürger fördern. Die Kapazitäten der Zentralbibliothek sind jedoch begrenzt und die Nachfrage nach Gruppenräumen und Arbeitsplätzen ist hoch. Wir setzen uns daher für eine Expansion des Bibliothekskonzeptes in weitere Stadtteile ein, um den Anwohnerinnen und Anwohnern Zugang zu denselben innovativen und digitalen Bibliothekskonzepten wie am Hauptbahnhof zu ermöglichen. Unser Anspruch ist es, das Bibliothekskonzept immer auf den modernsten digitalen Stand zu bringen. Außerdem fordern wir eine Ausweitung der Öffnungszeiten in den Stadtteilbibliotheken.

Schulen

Modernisierung der Schulinfrastruktur

Wir setzen uns weiterhin für die umfassende Modernisierung aller Düsseldorfer Schulen ein. Modernisierung und Neubau sollen modernen pädagogischen Konzepten einer guten Lernumgebung entsprechen. Gleichzeitig müssen wir auf Kosten und Wirtschaftlichkeit achten.
Wir machen uns für Schulen im innerstädtischen Bereich stark. Sie sind Ausdruck gewachsener Strukturen und tragen maßgeblich zu einer Durchmischung der Bewohnerinnen und Bewohner bei. Der Stadtbezirk 1 darf in der Schulinfrastruktur nicht weiter zurückfallen. Das derzeitige Luisengymnasium soll sowohl als Ergänzung für das Görres-Gymnasium als auch für die Clara-Schumann-Musikschule und für das erweiterte Weiterbildungskolleg zur Verfügung stehen.

Beste Chancen und soziale Unterstützung

Jedes Kind in Düsseldorf verdient die Chance auf eine hochwertige Bildung, unabhängig von sozialem oder kulturellem Hintergrund. Unser Ziel ist es, dass kein Kind aufgrund äußerer Umstände benachteiligt wird und jedes Kind sein volles Potenzial entfalten kann.
Um den zunehmenden psychischen Belastungen von Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden, die sich vor allem während der COVID19-Pandemie gezeigt haben und deren Auswirkungen noch heute offensichtlich sind, setzen wir uns für eine schwerpunktmäßige Stärkung der Schulsozialarbeit ein. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sollen den Schülerinnen und Schülern niedrigschwellige, leicht zugängliche Unterstützung bieten, um psychische Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die soziale Unterstützung an Schulen muss als integraler Bestandteil des Bildungsprozesses angesehen werden. Dabei soll der Fokus auf strukturschwache Stadtteile gerichtet sein, in denen der Förderbedarf hoch ist.
An Förderschulen soll die Mittagsverpflegung, die zugleich zentraler Bestandteil des pädagogischen Konzepts ist, künftig kostenlos sein. Dies entlastet nicht nur die Eltern in einer oft schwierigen familiären Situation, es ist auch ein wichtiger Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit.

Integration

Unsere Schulen müssen Orte der Integration sein. Wir setzen uns dafür ein, dass Kinder mit Migrationshintergrund und solche mit besonderen Bedürfnissen die bestmögliche Unterstützung erhalten, um ihre Potenziale zu entfalten. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit der Stadt Düsseldorf mit Institutionen wie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), um jungen Menschen eine schnelle und erfolgreiche Integration in die Gesellschaft und das Bildungssystem zu ermöglichen. Präventionsprogramme fördern
Ein weiteres wichtiges Anliegen für die Freien Demokraten ist es, Präventionsprogramme zu fördern, um Kinder und Jugendliche vor Gewalt, Mobbing, Cybermobbing und Verwahrlosung zu schützen. Physische und psychische Gewalt dürfen an den Schulen keinen Platz haben. Im Zeitalter des Internets und der sozialen Netzwerke haben besonders perfide Angriffe auf die persönliche Integrität zugenommen. Deshalb soll die Aufklärung und das Bereitstellen von Ressourcen für professionelle Beratungsdienste einen hohen Stellenwert genießen. Auch laufende Präventionsprojekte des Landes Nordrhein-Westfalen, wie etwa „Schule ohne Rassismus“ oder „Schule der Vielfalt“ sollen noch stärker als bisher auch von der Kommune gefördert und getragen werden.

Ausbau der Berufsschulen

Die betriebliche Berufsausbildung ist über die Grenzen von Deutschland hinaus angesehen und stellt eine gleichwertige Alternative zum Studium dar. Viele Unternehmen in Düsseldorf bieten Berufsausbildungen an und nicht zuletzt bildet die Stadt in vielen Bereichen ebenfalls aus. Leider bleiben gleichzeitig Stellen unbesetzt und Bewerberinnen und Bewerber unversorgt: Wir Freie Demokraten setzen uns für eine stärkere Kooperation zwischen Schulen und Unternehmen ein, damit Schülerinnen und Schüler bessere Einblicke und eine erste Hilfe zur Berufsorientierung erreichen. Es soll gemeinsam mit den Kammern und Unternehmensverbänden ein Programm „Wirtschafts-Coach“ eingerichtet werden, bei dem jungen Menschen, die in einer schulischen Maßnahme ihre Potenziale und Kompetenzen nicht entwickeln können, der Weg in eine betriebliche Ausbildung ermöglicht werden kann.

Hochschulen und Forschung

Düsseldorf als Hochschulstandort

Mit rund 20 Hochschulen ist Düsseldorf ein starker Hochschulstandort, nicht nur für die Ausbildung von Studierenden, sondern auch im Bereich der Forschung. All diese Hochschulen tragen nachhaltig zum Zuzug junger Menschen bei, sind Impulsgeber für die lokale Wirtschaft und Ansprechpartnerinnen für regionale Unternehmen. Als Antrieb der kreativen Entwicklung ganzer Stadtteile kümmern sich die Studierenden aktiv um ihre Stadt. Diese Dynamiken wollen wir politisch so fördern, dass auch nach Abschluss von Studium und Ausbildung eine große Bereitschaft bei jungen Menschen an der Schwelle zu Berufseinstieg oder Selbstständigkeit vorhanden ist, sich langfristig in Düsseldorf niederzulassen. Wir wollen die Hochschulen besser in der Stadt verankern, den Dialog ausbauen und neue Studierende in der Stadt schnell zu Düsseldorfern im Herzen machen. Um Düsseldorf weiterhin als Hochschulstandort voranzubringen, gilt es, neue Wohnprojekte zu fördern, die den zukünftigen Studierenden ein neues und bezahlbares Zuhause bieten.
Wir setzen uns für eine stärkere Vernetzung der Hochschulen ein. So unterstützen wir die Initiative Bürgeruniversität der Heinrich-Heine-Universität, die sich für einen Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft einsetzt. Diese Initiative möchten wir mit kommunalen Mitteln auf die anderen Hochschulen Düsseldorfs ausweiten. Darüber hinaus setzen wir uns für eine Vernetzung der Hochschulen mit der städtischen Verwaltung ein. Die Hochschulen können mit Ihrer Forschung Impulsgeber für städtische Projekte sein und Forschungskooperationen zwischen Stadt und Hochschulen können für beide Seiten innovative und nützliche Ergebnisse produzieren. Dies ist auch eine Maßnahme gegen den Fachkräftemangel im Bereich der öffentlichen Verwaltung der Stadt.
Wir setzen uns außerdem dafür ein, dass Düsseldorfs Schülerinnen und Schüler motiviert sind, ein Studium an einer Düsseldorfer Hochschule aufzunehmen. Hierzu möchten wir zum einen Hochschulinformationstage fördern. Zum anderen setzen wir uns dafür ein, dass die an den Hochschulen beschäftigten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschung an den Düsseldorfer Schulen präsentieren.
Unabhängig von den genannten Ideen zur Vernetzung zwischen Hochschulen, Stadt und Bürgerinnen und Bürgern unterstützen wir die Autonomie und Gestaltungsfreiheit der Hochschulen.