FDP-Ratsfraktion Düsseldorf

Logo FDP-Ratsfraktion Düsseldorf

Königsallee: Neugestaltung Ostseite

Die Stadt Düsseldorf plant, die Ostseite der Königsallee umzugestalten. Ziel ist es, den Bereich zwischen der Graf-Adolf-Straße und der Blumenstraße neu zu ordnen, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Die FDP-Fraktion wird einen Änderungsantrag einbringen, um die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen und das Parkleitsystem zu optimieren.

KI-generiert

Die Königsallee ist weit über Düsseldorf hinaus ein bedeutender Wirtschafts-, Einzelhandels- und Aufenthaltsstandort mit hoher städtebaulicher und touristischer Bedeutung. Veränderungen an der Verkehrsführung und Aufenthaltsqualität müssen daher mit besonderer Sorgfalt geplant werden. Ziel muss eine ausgewogene Lösung sein, die Sicherheit, Erreichbarkeit, Aufenthaltsqualität und wirtschaftliche Interessen gleichermaßen berücksichtigt.

Grundsätzlich begrüßt die FDP alle Bestrebungen zur Aufwertung der Königsallee. Die Kö muss sich auch künftig als international wettbewerbsfähige Einkaufsstraße behaupten können. Gleichzeitig treffen auf engem Raum unterschiedliche Anforderungen in besonderer Intensität aufeinander: Aufenthaltsqualität, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, internationale Attraktivität sowie die verkehrliche Funktionalität des innerstädtischen Straßennetzes müssen in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden.

Die bisherigen Erfahrungen insbesondere im Bereich der Schadowstraße zeigen, dass unklare oder nicht ausreichend getrennte Verkehrsführungen zu erheblichen Problemen und Unsicherheiten führen können. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer darf daher keinesfalls vernachlässigt werden. Wir teilen die Sorge der Interessengemeinschaft Königsallee e.V., dass insbesondere der geplante Zweirichtungsradweg erhebliche Risiken für Fußgängerinnen und Fußgänger birgt, die die Radverkehrsanlage queren müssen. Vor diesem Hintergrund sollte geprüft werden, ob statt eines Zweirichtungsradwegs auf der Ostseite die Einrichtung jeweils eines Ein-Richtungs-Radwegs auf der Ost- und Westseite der Königsallee die verkehrssicherere und praktikablere Lösung darstellt.

Darüber hinaus ist festzustellen, dass die bestehende Verkehrs- und Parkplatzführung insbesondere für auswärtige Besucherinnen und Besucher häufig nicht ausreichend nachvollziehbar ist. Vor dem Hintergrund des geplanten Wegfalls zahlreicher Parkplätze im öffentlichen Raum gewinnt eine intelligente und frühzeitige Verkehrslenkung zusätzlich an Bedeutung. Das bestehende Parkleitsystem sollte daher erweitert und modernisiert werden, um Suchverkehre zu reduzieren und die Erreichbarkeit der Innenstadt weiterhin sicherzustellen.

Zudem dürfen sich die negativen Erfahrungen im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen auf der Friedrichstraße bei einem Projekt von der Bedeutung der Königsallee nicht wiederholen. Aufgrund ihrer zentralen Lage besitzt die Königsallee eine herausragende Bedeutung für den Innenstadtverkehr sowie für den Einzelhandel, Gastronomie und Lieferverkehre. Auswirkungen auf Erreichbarkeit und wirtschaftliche Abläufe sind daher frühzeitig zu berücksichtigen und transparent darzustellen. Hierfür ist bereits vor Beginn der ersten Bauarbeiten ein verbindliches, mit allen beteiligten Gewerken abgestimmtes Zeit- und Baustellenmanagement vorzulegen. Ziel muss es sein, Kollisionen zwischen unterschiedlichen Maßnahmen, unnötige Verzögerungen und längere Stillstände zu vermeiden sowie Anlieger und Betroffene frühzeitig und verlässlich über die jeweiligen Bauphasen und Einschränkungen zu informieren.

Posting unseres Fraktionsvorsitzenden:

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Inhalt ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Änderungsantrag der FDP-Fraktion:

Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen der weiteren Planungen zur Umgestaltung der Königsallee, folgende Aspekte zu prüfen und nach Möglichkeit zu berücksichtigen.

1. Prüfung einer ganzheitlichen Radwegführung auf beiden Seiten der Königsallee
Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob bei einer gesamtheitlichen Betrachtung der Königsallee Ost und West die Einrichtung von jeweils einem Ein-Richtungs-Radweg pro Straßenseite möglich ist. Ziel ist es, das Gefährdungspotenzial für alle Verkehrsteilnehmer zu reduzieren und konfliktträchtige Situationen zu vermeiden.

2. Optimierung des Parkleitsystems
Im Zuge des Wegfalls zahlreicher Parkplätze, wird die Verwaltung beauftragt zu prüfen, wie das bestehende Parkleitsystem im Umfeld der Königsallee verbessert und nutzerfreundlicher gestaltet werden kann (frühzeitige und intelligente Verkehrslenkung für den Parksuchverkehr).

3. Erarbeitung eines konkreten Zeit- und Baustellenmanagements
Im Rahmen der weiteren Planungen ist zwingend vor Baubeginn ein konkretes Zeit-, Bauphasen- und Baustellenmanagement vorzulegen, um negative Erfahrungen wie auf der Friedrichstraße zu vermeiden.

Die Verwaltung wird außerdem gebeten, die weiteren Planungen in enger und fortlaufender Abstimmung mit den betroffenen und relevanten Stakeholdern vorzunehmen und diese in Entscheidungsprozesse einzubinden. Hierzu zählen insbesondere Eigentümer, Geschäftsinhaber, Hotels, die Industrie- und Handelskammer, die IG Königsallee sowie weitere betroffene Interessenvertretungen und Akteure vor Ort.