Integration
Gemeinsam gegen Antisemitismus
In der Geburtsstadt Heinrich Heines wissen wir um den unermesslichen Beitrag, den Menschen jüdischen Glaubens im Laufe unserer Geschichte zur europäischen Kultur geleistet haben. Wir wollen Toleranz offensiv einfordern und Düsseldorf als eine dauerhaft sichere Heimat für Jüdinnen und Juden erhalten. Daher unterstützen wir politische und gesellschaftliche Initiativen und Aktionen, die Antisemitismus entgegenwirken und jüdisches Leben schützen.
Liberale Musliminnen und Muslime und Islamverbände sollen verstärkt unterstützt und in den Dialog eingebunden werden. Neben der Aufklärung über den Nationalsozialismus muss das jüdische Leben in Deutschland sichtbarer gemacht werden. Gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde soll ein Austauschprogramm zwischen Düsseldorf und Haifa entstehen. Angesichts jüngster Angriffe müssen zudem die Sicherheitsmaßnahmen für jüdische Einrichtungen überprüft und verstärkt werden. Wir stehen uneingeschränkt für die Sicherheit jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger ein.
Gegen Rassismus und Extremismus
Wir stellen uns klar und sichtbar gegen Rassismus sowie Links- und Rechtsextremismus. Wir lassen Ausgrenzung in dieser Stadt nicht zu. Das kommunale Handlungskonzept gegen Rassismus und Rechtsextremismus muss um Linksextremismus und religiösen Extremismus ergänzt werden und integraler Bestandteil allen politischen Handelns sein. Ängste und Vorurteile, oft durch mangelnde Aufklärung bedingt, sind Hauptursachen für Rassismus. Der direkte Austausch und persönliche Begegnungen sind die wirksamsten Wege, um diesen entgegenzutreten.
Wir setzen uns dafür ein, dass radikal-islamische Vereinigungen keine städtischen Kooperationspartnerinnen im Bildungs- und Religionsbereich werden. Gleichzeitig wollen wir die Chancen und Teilhabe der vielen gut integrierten Musliminnen und Muslime fördern, die sich durch extremistische und freiheitsfeindliche Vereinigungen nicht repräsentiert fühlen. Die Stadt Düsseldorf muss stärker mit liberalen und säkularen Verbänden zusammenarbeiten, damit sie mehr öffentlichen Raum und Kooperationen in und mit der Stadtgesellschaft erhalten.
Ein „Fest der Kulturen“
Wir streben eine stärkere Vernetzung mit örtlichen Schulen und Jugendzentren an. Ein gesamtstädtisches „Fest der Kulturen“ würde die Möglichkeit bieten, dass sich zahlreichen Kulturen und deren Trägervereine in unserer Stadt präsentieren können und gleichzeitig niederschwellige Begegnungsangebote geschaffen werden.
Integration durch Sprache und Beruf
Wir fordern leicht zugängliche und verpflichtende Sprach- und Integrationskurse sowie eine stärkere Förderung durch Volkshochschule, Ehrenamt und private Stiftungen. Neben Deutschkenntnissen sollen Grundlagen des Grundgesetzes, Gleichberechtigung und Respekt vermittelt werden. Angebote für Sprachkurse sollen für Erwachsene und Kinder ausgeweitet und frühkindliche Bildung in Kitas unterstützt werden. Wir fordern mehr Kooperation mit Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und Jobcenter sowie Bürokratieabbau für bessere Arbeitsmarktintegration. Eine mehrsprachige Integrations-App und englische Verwaltungsangebote sollen den Zugang erleichtern.
Gleichberechtigung und Diversität
wir setzen uns für ein selbstbestimmtes Leben aller Menschen in Düsseldorf ein, unabhängig von sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität. Wir lehnen Diskriminierung entschieden ab und fördern Gleichberechtigung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Besonders die Emanzipation von Frauen ist uns wichtig.
Unser Weg zur inklusiven Gemeinschaft
Düsseldorf soll eine vielfältige und inklusive Stadt sein, in der alle die Freiheit haben, ihr Leben selbst zu gestalten. Gleichstellung muss sich in Bildung und Gewaltprävention widerspiegeln. Wir setzen klare Ziele, um dies zu erreichen:
- Frühe Bildung: Integration von Gleichstellungs- und Vielfaltsthemen in Kindergärten. Sensibilisierung von Erziehern und Förderung von MINT-Berufen für Mädchen.
- Charta der Vielfalt & Istanbul-Konvention: Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt durch Zusammenarbeit mit NGOs.
- Geschlechtsspezifische Medizin: Förderung medizinischer Präventionsprogramme und Aufklärungskampagnen.
- Unterstützung von LSBTIQ*-Gemeinschaften: Ausbau sicherer Räume und Förderung von Akzeptanz.
- Flexible Arbeitszeiten: Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, insbesondere für Frauen und Alleinerziehende.
- Arbeitsbedingungen in der Prostitution: Einführung einer anonymen Meldepflicht zur Erhöhung der Sicherheit.
- Vielfalt im öffentlichen Raum: Sichtbarmachung von Diversität durch Initiativen wie Regenbogenbänke.
- Diversity-Management: Konkrete Maßnahmen gegen Diskriminierung in der Verwaltung und Stärkung der LSBTIQ*-Community in Düsseldorf.