FDP-Fraktion will Baden am Rhein ermöglichen und Freibadzeiten verlängern
Foto: Mirko Rohloff / Ki-generiert
Für die FDP-Fraktion macht der Fraktionsvorsitzende Mirko Rohloff deutlich:
„Statt wirkungsloser Badeverbote braucht es sichere Lösungen. Eine Stadt am Wasser braucht mehr Orte, an denen Menschen schwimmen und sich an heißen Tagen abkühlen können. Andere Metropolen wie Paris, Wien und Zürich zeigen bereits, wie das gelingen kann. Auch Düsseldorf wird sich den Herausforderungen des Klimawandels stellen und anpassen müssen. Dafür braucht es mutige und innovative Antworten, um den Klimafolgen zu begegnen.
Die FDP-Ratsfraktion wird deshalb in der kommenden Ratssitzung einen neuen Vorstoß unternehmen, um sichere Bademöglichkeiten am Rhein zu schaffen. Unser Ziel ist eine öffentliche Ausschreibung der Stadt, um private Betreiber mit innovativen Konzepten für Düsseldorf zu gewinnen. Eine neu geschaffene Wasserfläche am Rhein könnte perspektivisch sogar ganzjährig genutzt werden – etwa im Winter als Eislauffläche. Wir sollten die Frage von Klimaresilienz und urbaner Lebensqualität in unserer Stadt neu denken.
Darüber hinaus wollen wir mit unserem Antrag prüfen lassen, ob die städtischen Freibäder an besonders heißen Tagen länger geöffnet bleiben können. Aktuell endet der Badebetrieb bereits um 19:45 Uhr. Gerade an warmen Sommerabenden an den Wochenenden wäre eine Verlängerung um ein bis zwei Stunden ein sinnvoller und bürgernaher Beitrag zur Entlastung und Abkühlung.“
Unser Reel in den Sozialen Medien:
Unser Antragsentwurf für die nächste Ratssitzung:
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt:
Die Verwaltung wird beauftragt,
1. ein Konzept zu entwickeln, wie in Düsseldorf zusätzliche sichere Bademöglichkeiten am Rhein geschaffen werden können und dabei insbesondere zu prüfen, ob durch eine öffentliche Ausschreibung private Betreiber mit innovativen Konzepten für schwimm- oder badegeeignete Wasserflächen am Rheinufer gewonnen werden können;
2. im Rahmen dieser Prüfung geeignete Standorte entlang des Rheinufers zu identifizieren und zu bewerten, welche baulichen, sicherheitsrechtlichen und wasserrechtlichen Voraussetzungen für die Einrichtung solcher Angebote erfüllt werden müssen. Außerdem ist zu prüfen, ob eine derartige Wasserfläche perspektivisch multifunktional und ganzjährig nutzbar gestaltet werden kann, beispielsweise durch eine saisonale Nutzung als Freizeit- oder Eisfläche in den Wintermonaten;
3. ein Konzept vorzulegen, wie an besonders heißen Tagen sowie an sommerlichen Wochenenden die Öffnungszeiten der städtischen Freibäder verlängert werden können. Hierbei ist insbesondere zu prüfen, welche organisatorischen, personellen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um eine Verlängerung der Öffnungszeiten um mindestens ein bis zwei Stunden über die derzeitige Schließzeit hinaus zu ermöglichen.
Begründung:
Düsseldorf steht vor der Aufgabe, sich stärker auf die Folgen des Klimawandels einzustellen. Zunehmende Hitzeperioden führen insbesondere in dicht besiedelten urbanen Räumen zu einer wachsenden Belastung für die Bevölkerung. Um die Aufenthaltsqualität in der Stadt langfristig zu sichern, braucht es neue und innovative Ansätze, um öffentliche Räume klimaresilienter zu gestalten.
Der Rhein prägt Düsseldorf wie kaum ein anderes Element des Stadtbildes. Dennoch existieren bislang kaum sichere und regulierte Möglichkeiten, diese Wasserlage auch für Freizeit, Erholung und Abkühlung nutzbar zu machen. Statt ausschließlich auf Badeverbote zu setzen, sollte die Stadt aktiv nach Lösungen suchen, um kontrollierte und sichere Badeangebote zu schaffen.
Internationale Städte wie Paris, Wien oder Zürich zeigen bereits erfolgreich, wie urbane Gewässer in moderne Freizeit- und Klimaanpassungskonzepte integriert werden können. Düsseldorf sollte diese Entwicklungen aufgreifen und eigene innovative Konzepte ermöglichen.
Darüber hinaus stoßen die bestehenden Freibäder gerade an besonders heißen Sommertagen regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen. Letzter Einlass in die Freibäder der Bädergesellschaft Düsseldorf mbH ist bereits um 19:30 Uhr, Badeschluss bereits um 19:45 Uhr. Eine moderate Verlängerung von ein bis zwei Stunden an den besonders warmen Tagen an Wochenenden würde vielen Düsseldorferinnen und Düsseldorfern zusätzliche Möglichkeiten zur Erholung und Abkühlung bieten.
Mit diesem Antrag soll geprüft werden, wie Düsseldorf neue Wege gehen kann, um sowohl die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen als auch konkrete Antworten auf die Herausforderungen steigender Temperaturen zu entwickeln.