Anfrage der FDP-Ratsfraktion im Ausschuss für Gesundheit und Soziales: Entwicklung von Portalpraxen und Steuerung ambulanter Notfallversorgung in Düsseldorf

Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 30. Juni 2026

Anfrage:
1.    Welche Auswirkungen haben die Schließungen der Klinik- und Portalpraxisstandorte in Ratingen und Langenfeld auf die Auslastung der Düsseldorfer Notaufnahmen, insbesondere in Benrath und Kaiserswerth?

2.    Wie bewertet die Verwaltung die Einrichtung weiterer Portalpraxen an Düsseldorfer Krankenhäusern und welche Haltung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein ist hierzu bekannt?

3.    Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, durch Telemedizin, digitale Ersteinschätzung und die Rufnummer 116117 die Notaufnahmen in Düsseldorf besser zu entlasten?

Begründung:
Die Notaufnahmen der Düsseldorfer Krankenhäuser stehen bereits seit Jahren unter erheblichem Druck. Durch die Schließung von Krankenhausstandorten und Portalpraxen im Umland – insbesondere in Ratingen und Langenfeld – berichten Krankenhäuser unter anderem in Benrath und Kaiserswerth über zusätzliche Patientenströme. Gleichzeitig wird die Einrichtung weiterer Portalpraxen als möglicher Beitrag zur Entlastung der Notaufnahmen diskutiert.

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein sieht den Bedarf in Düsseldorf bislang als gedeckt an und verweist auf die noch ausstehende bundesweite Reform der Notfallversorgung. Gleichzeitig könnten telemedizinische Angebote und die weitere Bekanntmachung der Rufnummer 116117 künftig eine größere Rolle bei der Patientensteuerung spielen.